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Karen Wendt

Contact
info@responsible-investmentbanking.com
Mobil: +49 176 345 962 26

Profession / Affiliation
Herausgeberin Responsible Investment Banking
Gründerin Responsible Investment Banking und Positive Impacts Investing

Investmentbankerin und Mitbegründering der Äquatorprinzipien

Herausgeberin von Literatur zum Thema Verantwortliches Investment Banking, Organisationskultur und Positive Impact Investing;
Beraterin zum Thema Nachhaltigkeit bei Investitionsentscheidungen, verantwortungsbewusstes Investment Banking sowie Positive Impact Investing;
Coach für Unternehmenskultur, Change Management und Führungskräfteentwicklung

Editor and Founder of Responsible Investment- Banking and Positive Impacts
Adams – Lehmann – Str. 56, 80797 München | Schwabing

Definition of Responsible Investment Banking
Die Finanzbranche verfügt über enorme Möglichkeiten, zu einer nachhaltigen Gesellschaft beizutragen und damit die Herausforderungen zu meistern, die John Beddington, ehemaligem Chefberater der britischen Regierung, einmal als „perfekten Sturm“ beschrieben hat: In nur 100 Jahren (1950-2050) wird die Weltbevölkerung von 2,5 Mrd. auf 9,5 Mrd. anwachsen und sich immer stärker auf die urbanen Zentren konzentrieren. Dadurch wird der Zugang zu Nahrung, frischem Wasser und Infrastruktur, Bildung und Gesundheitsdiensten zu einer riesigen Herausforderung. Es sind daher bewusste Maßnahmen erforderlich, um die Verfügbarkeit von öffentlichen Gütern global zu erhalten. Die Finanzbranche und ihre Kunden können einen wichtigen Beitrag dazu leisten und so mithelfen, soziale Spannungen zu reduzieren, öffentliche Güter zu erhalten, die positive Wirkkraft der Entwicklungshilfe und umweltorientierter Unternehmen zu vervielfachen und klimafreundliche Märkte zu schaffen. Ausgeklügelte Wertschöpfungsketten, die effektive Nutzung von Ressourcen und nachhaltige Lieferketten sind unter anderem Mittel, um dies zu erreichen.

Zudem spielen Finanzinstitutionen als Finanzintermediäre zwischen Unternehmen, Investoren, Privatpersonen und Interessengruppen eine Schlüsselrolle bei der Erzeugung von Interessengleichlauf zwischen den relevanten Akteuren, Anleger- bzw. Stakeholdergruppen. Finanzinstitute und Investmentgesellschaften können helfen, alle Akteure bei einer nachhaltigen Kapitalallokation zu unterstützen.

Eine Grundvoraussetzung für den langfristigen Erfolg verantwortlichen Handelns ist die Einführung eines integrierten Unternehmensratings, das sowohl ökonomische, als auch ökologische und soziale Faktoren berücksichtigt und ihre Wirkkraft effektiv misst, sowie eines Ethikratings, das Korruption und andere unethische Praktiken ausschießt und die Branche fokussiert auf Erzeugung harter, effektiv messbarer positiver Wirkungen durch ihre Kerntätigkeiten im Investment und Banking.

Der Triple Bottom Line Ansatz (People, Planet , Profit) geht bereits in diese Richtung. Investment und Banking muss und wird in der Zukunft über die Steigerung des Bruttosozialproduktes hinaus positive Effekte für die Menschen und den Planeten erzielen.

Wenn es also gelingen soll, dass die positive Wirkkraft von Finanzierungen und Investitionen mehr als nur ein weiterer interessanter Satellit an der Peripherie des Finanzhimmels bleibt, dann haben die Finanzdienstleister hierbei eine Schlüsselfunktion. Sie haben die Kapazität Multi-Stakeholder-Initiativen zu unterstützen und eine langfristig ausgerichtete Zusammenarbeit zwischen der öffentlichen Hand, Gesellschaft, Denkfabriken und dem privaten Sektor entstehen zu lassen. Nur dadurch können innovative Projekte in Public-Private Partnerships gemeinsam verfolgt werden, die Entwicklungshilfe gehebelt werden und so eine neue wirtschaftliche Realität und eine neue Wirkkraft von Kapital erzeugt werden.

Dieser Ansatz geht weit über die vorherrschenden Paradigmen hinaus und ist gleichsam eine Evolution derselben. Investitionen und Finanzen sollen aktiv und absichtich positive gesellschaftliche Wirkkraft entfalten und dies ist zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Das ist mehr als das reaktive Ausschalten negativer Effekte und unerwünschter Wirkungen und ein ganz neuer anderer Fokus. Finanzinstitute und Investoren müssen dafür einerseits bereit sein, auf das Geschäft mit Unternehmen zu verzichten, die sich nicht an internationale Standards halten oder Menschenrechte missachten. Sie müssen andererseits aber auch neue Geschäftszweige eröffnen, den Fokus ganz auf die Menschen lenken, die Möglichkeiten am Boden der Pyramide ausschöpfen und gemeinsame neue nachhaltige Geschäftsmöglichkeiten und Produkte erzeugen.

Areas of Expertise
– Verantwortung im Investment Banking
– Positive Impact Investing und nachhaltige Investitionen und Finanzen
– Nachhaltigkeit auf den internationalen globalen Finanzmärkten
– nachhaltige Investment und Finanzierungs-Strategien und Schaffung von freiwilligem
globalem Verwaltungsrecht
– Klimafreundliche Märkte und Wertschöpfungsketten
– Beitrag der Unternehmenskultur und Führung zum verantwortlichen Handeln
– Change Management

Curriculum Vitae
Karen Wendt hat mehr als 20 Jahre Erfahrung im Investment Banking.
Sie war maßgeblich an der Schaffung der Äquatorprinzipien (Equator Principles), international akzeptierte ökologisch-soziale Standards für internationale Finanzierungen, in 2003 beteiligt und wirkte in führender Rolle an deren Überarbeitung und strategischer Überprüfung (Equator Principles II  in 2006 und Equator Principles III in 2013)  mit. Seit der Gründung ist sie zudem Vorstandsmitglied (Lenkungsausschuss) des Verbandes der Äquatorbanken (EPFI Association) und beteiligt sich an der Schaffung eines freiwilligen weltweiten Verwaltungsrechts.
In der Rolle als engagierte und überzeugte Botschafterin der Äquatorprinzipien kann Karen ihr international gewonnenes Wissen (u.a. bei der EU-Kommission, während ihrer Beratungstätigkeit in Russland und im Investmentbanking) im internationalen Finanzgeschäft mit den strategischen Fähigkeiten, die sie in der Abteilung „Strategische Entwicklung“ einer Großbank erworben hat, kombinieren. Der bisherige Erfolg der Äquatorprinzipien hat sie davon überzeugt, dass eine Änderung der Parameter der Weltwirtschaft möglich ist hin zu einem Ansatz, der negative Externalitäten internalisiert und jetzt die nächste strategische Ebene, nämlich Positive Impact Investing and Finance als Mainstream Ansatz, erreicht werden kann.
Gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen Institutionen hat sie mit den Äquatorprinzipien erfolgreich ein sogenanntes wettbewerbsfreies Level Playing Field für die Beurteilung und Beherrschung von Umwelt- und gesellschaftlichen Risiken geschaffen.
Karen hat Erfahrung mit der Prüfung von Menschenrechtsfragen insbesondere bei Projektfinanzierungen, internationalen Arbeitsrechts- und Umweltprüfungen sowie der Erstellung von Umweltmanagementsystemen, Aktionsplänen und Minderungsstrategien (ökologischer und sozialer Risiken) für große internationale Transaktionen in verschiedenen Branchen und Regionen.
Karen Wendt hat Stakeholder-Dialoge mit internationalen Netzwerkorganisationen in Bezug auf ESG initiiert und geleitet .

Sie hat eine Ausbildung als Führungskräfte-Coach, das hier erworbene Wissen setzt sie im Bereich nachhaltiges Investmentbanking ein. Sie hält einen MBA der University of Liverpool (UK) und ist Herausgeberin verschiedener Bücher zum Thema verantwortungsvolles Investieren und Finanzieren (Positive Impact Investing und Finance) und Investmentbanking. Darin sieht sie die Weiterentwicklung des Themas People, Planet, Profit und Nachhaltiges Wirtschaften hin zu einem chancenorientierten Ansatz.
Als Gastprofessorin an zwei Universitäten in Russland und Weißrussland lebte sie mit ihrer Familie in den Jahren 1993 und 1994 in Moskau und erlebte in dieser Zeit eine Wirtschaft und eine Gesellschaft im intensiven Übergang zur Marktwirtschaft.
Karen Wendt hat darüber hinaus auch zum Thema Kultur des Investment Bankings geforscht, die Rolle von Wertekongruenz und Interessensgleichlauf sowie den Einfluss und die Auswirkungen des Führungsverhaltens auf Vertrauen und Werteidentität in Banken untersucht.

Abstract
Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos 2011 zog der Analyst Berrie Wilkinson, die ernüchternde Bilanz, dass „trotz aller Rhetorik über die neue Finanzordnung und aller Verbesserungen, die erzielt wurden, […] die alten Risiken bestehen [bleiben]“ und „Aktionäre, Anleihegläubiger und Bankmanagement […] immer noch Anreize [haben], die sie zu extensiver Risikoübernahme treiben“. Damit bestätigte Wilkinson gewissermaßen die These von Milton Friedman, der 1972 auf die Frage nach dem Beitrag der Wirtschaft zur Wohlfahrt einer Gesellschaft antwortete: „The Business of Business is Business“. Müssen wir uns also damit abfinden, dass das Wirtschaftssystem seiner eignen Logik folgt, und ökologisch-soziale Parametern nicht berücksichtigt werden können, oder gibt es noch Hoffnung für mehr Nachhaltigkeit und Verantwortung im Investmentgeschäft?
Im Einführungsbeitrag soll einerseits dargestellt werden, dass unendliches Wachstum und ein „weiter wie bisher“ in einer endlichen Welt, die sich in einem tiefgreifenden Umbruch befindet, unmöglich ist. Also müssen wir innovativer und effektiver werden und brauchen hierfür neue unternehmerische und finanztechnische Ansätze wie Social Entrepreneurship und Positive Impact investing. Andererseits wird daher im Beitrag ein kurzer Überblick darüber gegeben, welche Initiativen hin zu mehr Effektivität, Nachhaltigkeit und Verantwortung es in der Finanzbranche bereits gibt und in welche Richtungen weiter gearbeitet werden könnte und sollte. Darin eingebettet finden sich Kurzzusammenfassungen der restlichen Beiträge des Bandes.

Auch wenn viele das nicht wahrhaben wollen, leben wir in einer endlichen Welt und in einer Zeit tiefgreifender sozio-ökonomischer Veränderungen. Klimawandel, Armut, mangelhafter Zugang zu öffentlichen Gütern, Menschenrechtsverletzungen oder soziale Unruhen sind nur einige wenige Entwicklungen, mit denen die aktuelle Situation gerne umschrieben wird und die uns dazu zwingen, die Verantwortung von Unternehmen neu zu definieren. Es stellt sich die Frage, wie die Wirtschaft und hier vor allem die Finanzbranche reagieren und ihre Geschäftsmodelle anpassen muss, um die Möglichkeiten der folgenden Generationen nicht zu beschränken, sondern ihnen die Chancen zu erhalten, ihre Bedürfnisse ebenfalls befriedigen zu können. Was können Banken und Investmentgesellschaften zu einem nachhaltigeren Wirtschaften beitragen? Können Finanzierungen und Investments auch positive Wirkungen erzielen? Müssen sich Wertschöpfungsketten ändern und wenn ja, wie? Wie kann das Vertrauen der Gesellschaft wiedergewonnen werden?

Wir können die entscheidende Frage nicht länger vor uns herschieben: Wie kann enkelfähiges Wirtschaften aussehen? Wie jede Generation benötigen auch unsere Nachkommen ein Minimum an hoffnungsvollen Zukunftsbildern, anhand derer sie sich motivieren können, einen wertvollen Beitrag zu einer funktionierenden Gesellschaft zu leisten.
Ansätze hin zu mehr Effektivität, Nachhaltigkeit und Verantwortung in der Investmentbranche gibt es. Immer mehr Akteure der Finanzindustrie zeigen bereits heute, dass eine integrierte Betrachtung ökonomischer, gesellschaftlicher und ökologischer Leistungen und die Bewertung der gesellschaftlichen Effekte von Investments und Finanzierungen den Kern von Geschäftsmodellen bilden können. Wenn Kapitalgeber diese integrierte Betrachtung anstellen, wird dadurch das klassische Dreieck aus Profit, Risiko und Liquidität um eine vierte Komponente ergänzt – die gesellschaftliche Wirkkraft der Geldverwendung.

Network
Equator Principles Financial Institutions Association, FNG, Bund Naturschutz (Friends of the Earth), UNEP FI, World Vision, FidAR

Hobbies & Social Engagement
Nach Lösungen für eine nachhaltige Gesellschaft suchen, verantwortungsbewusste Investments und positive impact Investments, auf Konferenzen sprechen, Schreiben und Herausgeben von Büchern, Leute Interviewen, neugierig auf neue Vorhaben sein, Berge, Sonne und Meer, Musik, Zeit mit meinen Kindern, meinem Partner, meiner Familie und mit Freunden verbringen, Kochen, Lesen, Wandern, Skifahren und Meditieren.